Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Landesfrauenkonferenz 2018 - 100 Jahre Frauenwahlrecht

Während meiner Begrüßungsansprache
Während meiner Begrüßungsansprache

Mit vollbesetztem Auto ging es am 20. Oktober zur Landesfrauenkonferenz nach Potsdam, zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht". Unter diesem Motto trafen sich ca. 40 Frauen und auch einige Männer im Lothar Bisky Haus. Eingeladen hatte die LAG Linke Frauen Brandenburg und der Landesvorstand.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden durch Gabriele Brandt als eine der Sprecherinnen der LAG und durch die beiden Landesvorsitzenden Diana Golze und Anja Mayer. Unsere Vorsitzenden gingen in der Begrüßung darauf ein, dass die Frauen die Hälfte der Bevölkerung sind, aber ihnen die Hälfe der Macht bei weitem nicht gehört. Im Gegenteil, oft müssen die Errungenschaften gegen Anfeindungen geschützt werden. In der Gleichstellungspolitik darf es keine Rolle rückwärts geben.

Selbstgebackener Kuchen aus Elbe-Elster
Selbstgebackener Kuchen aus Elbe-Elster

2019 ist ein wichtiges Wahljahr: Unserem Aufruf "mehr Frauen in die Parlamente“ der Landesgleichstellungsbeauftragten und der gleichstellungspolitischen Sprecherinnen der Landtagsfraktionen des Brandenburger Landtages sollen sich möglichst viele anschließen, sodass es nicht bei dem Aufruf bleibt, sondern dieser auch Wirkung in der Bevölkerung zeigt. Die aktuellen Zahlen zum Frauenanteil in den Parlamenten legte ich, als gleichstellungspolitische Sprecherin der linken Landtagsfraktion, dar. So sind z.B. nur 23 % der Abgeordneten von Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen weiblich. Das zeigt auch wieviel in den Reihen der LINKEN noch zu tun ist. Es gilt mehr Frauen für die politische Arbeit vor Ort und darüber hinaus zu gewinnen. Das berühmte „Netzwerken“ ist gerade im Vorfeld der Wahlen besonders wichtig.

Gäste der Konferenz war auch die Vorsitzende der Linken Frauen aus Mittelböhmen und Nordböhmen. Zu diesen Regionen besteht seit vielen Jahren ein enger Kontakt. Sie richteten ein Grußwort an die Teilnehmenden.

Claudia von Gelieu kam als Clara Zetkin zur Frauenkonferenz. In dieser Rolle berichtet sie vom mühsamen Kampf ihrer Generation um das Frauenwahlrecht und weitere Rechte für die Frauen. Schlusspunkt ihrer Rede ist der Satz: „Hoch die internationale Solidarität“.

Nach dem Rückblick auf Erreichtes wurden die Frauen und die anwesenden Männer in die Realität und das Heute geholt. Die Liedermacherin „Pusteblumensäckchen“ trat auf. Ihre Lieder berührten sehr und so gab es in der Pause reichlich Gesprächsstoff.

Auch Clara Zetkin (Claudia von Gelieu) war zu Besuch der Landesfrauenkonferenz.
Auch Clara Zetkin (Claudia von Gelieu) war zu Besuch der Landesfrauenkonferenz
Die Liedermacherin „Pusteblumensäckchen“ bewegte die Gemüter.
Die Liedermacherin „Pusteblumensäckchen“ bewegte die Gemüter.
Mit unserer Landesvorsitzenden Anja Mayer am Büfett
Mit unserer Landesvorsitzenden Anja Mayer am Büfett

Im 2.Teil wurde in 3 Workshops heftig diskutiert und der Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft gespannt.

Workshop 1 mit Claudia Sprengel: Weimarer Republik /NS Zeit- Rassismus und Sexismus gingen immer Hand in Hand

Workshop 2 mit Rosemarie Kaersten: Frauen in der BRD und DDR - Unterschiede und Gemeinsamkeiten der feministischen Kämpfe

Workshop 3 mit Monika von der Lippe: Feminismus 4.0 - Moderner Feminismus und alte Gefahren

Beschlüsse:
Die Landesfrauenkonferenz unterstützt die Streiks der spanischen Frauen zum 08. März 2019 als Kampftag für die Rechte der Frauen - „Ohne uns steht die Welt still“.

"Die LINKE Landesfrauenkonferenz fordert verpflichtende gesetzliche Paritätsregelungen im Landes- und Kommunalwahlgesetz zu den Wahlen 2024.

Die Landesfrauenkonferenz unterstützt ausdrücklich den Aufruf der Landesgleichstellungsbeauftragten Monika von der Lippe und den Vertreterinnen der Landtagsfraktionen (Diana Bader, Fraktion DIE LINKE; Kristy Augustin, CDU-Fraktion; Ina Muhß, SPD-Fraktion, und Ursula Nonnemacher, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Mit dem Aufruf werden alle Parteien im Land Brandenburg unter anderem aufgefordert, ihre Listen bei der Aufstellung ihrer Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunal- und Landtagswahlen zu quotieren. Da Direktmandate für die Zusammensetzung der Parlamente besonders wichtig sind, sollen bevorzugt Frauen aufgestellt werden.

Wir Frauen dürfen nicht still bleiben, müssen weiterhin für unsere Rechte kämpfen, uns vernetzen und uns gegenseitig stärken, um gemeinsam unsere Ziele der Gleichberechtigung zu erreichen!!!