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Landesfrauenkonferenz mit dem Motto "Frauen fo(ö)rdern"

Viele Frauen trafen sich am 25.11.2017 zur Landesfrauenkonferenz im Lothar-Bisky-Haus in Potsdam und hissten dort gemeinsam die Fahne zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen".
Nachdem die Konferenz durch Ute Miething, Sprecherinnen der LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) LINKE Frauen Brandenburg, eröffnet wurde, berichtete Monika von der Lippe, Landesgleichstellungsbeauftragte, umfangreich über das gleichstellungspolitische Rahmenprogramm des Landes.
Dabei wurden folgende Schwerpunkte erläutert:

  •  Leitbild für ein geschlechtergerechtes Brandenburg
  •  Finanzierung der Frauenhäuser
  • Gleichstellungsbeauftragte in Werkstätten und Wohnstätten für Menschen mit Behinderung
  • Gewaltschutzgesetz in Unterkünften
  • Landesaktionsplan Queeres Brandenburg

Anschließend erklärte Claudia Sprengel, ebenfalls Sprecherin der LAG und Mitglied des Bundesvorstandes, die feministische Initiative der LINKEN und kam dann auf ein sehr emotionales Thema zu sprechen: Sexismus in der LINKEN.
Der Tagungstag, der 25.11., ist der Aktionstag „Gegen Gewalt an Frauen“. Vor diesem Hintergrund war der Beitrag von Claudia Sprengel besonders wichtig und prägend.
Die Fahne von terres des femmes „Frei leben ohne Gewalt“ wurde durch die Frauen der Konferenz vor dem Lothar-Bisky-Haus gehisst. Denn sie ist das Zeichen und das Bekenntnis, dass Gewalt gegen Frauen in keiner Art und Weise und auf keinem Kontinent hinzunehmen ist.

Nach der Mittagspause berichtete ich, ebenfalls Sprecherin der LAG, über das Konzept zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit in der LINKEN Brandenburg. Besondere Schwerpunkte sahen wir in der Schulung von Frauen, um sie für die Kommunalwahl fit zu machen, und in der Umsetzung des Konzeptes auf Kreisebene. Bisher wurde lediglich im Landkreis Dahme-Spreewald ein entsprechender Beschluss gefasst. Alle anderen Kreise sollten dort unbedingt nachziehen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Beitrag von Cornelia Möhring, gleichstellungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion.
Cornelia Möhrings Appell an uns Frauen: wir sollten uns mehr radikalisieren und fordernder sein.
Auch das Urteil gegen Christina Hänel nahm in der Diskussion breiten Raum ein. Die Frauen solidarisierten sich mit dieser mutigen Frau, die über die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen informiete, was aber laut §219a verboten ist. Christina Hänel wurde zu 150€ á 40 Tage verurteilt. Jede Frau sollte aber das Recht haben, selbst über ihren Körper zu bestimmen, deshalb gehört der §219a abgeschafft.

Alles in allem war die Landesfrauenkonferenz eine interessante Austauschmöglichkeit für linke Frauen für die innerparteiliche Arbeit.
Wir Frauen müssen die Debatte zu aktuellen Herausforderungen in der Gleichstellungspolitik immer wieder führen: zu Hause, im Freundeskreis, in Parteien, in Kommunen und im Land.
Gleichstellung und Gerechtigkeit gibt es nicht auf dem silbernen Tablett, sondern nur, wenn wir sie täglich einfordern.
Die nächste Landesfrauenkonferenz findet im Herbst 2018 statt.
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Fotos unten:

Solidarität mit Christina Hänel; In der Diskussion zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit in der LINKEN

Solidarität mit Christina Hänel
Solidarität mit Christina Hänel
In der Diskussion zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit in der LINKEN
In der Diskussion zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit in der LINKEN