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Kreisgebietsreform nicht einfach so von oben herab bestimmen

Diana Bader (Die Linke) freut sich auf Diskussionsrunde

Die von der rot-roten Landesregierung angestrebte Kreisgebietsreform erregt schon im Vorfeld die Gemüter. Weite Wege zu den Ämtern werden befürchtet. Und wo wird der Kreissitz sein? Die Landtagsabgeordnete Diana Bader (DIE LINKE) und der Kreisverband der Linken laden zum 19.2.2015, 18.00 Uhr, ins Kreismuseum Finsterwalde zu einem Diskussionsabend zum Thema ein.
Die RUNDSCHAU sprach vorab mit Diana Bader.

Was versprechen Sie sich von der Veranstaltung?
Die Kreisgebietsreform ist ein wichtiges Thema, bei dem alle Bürger mitgenommen werden sollen. Mir ist es wichtig, dass wir ins Gespräch kommen, dass nichts einfach so von oben herab bestimmt wird.

Wer sollte im Kreismuseum mitdiskutieren?
Ich würde mich über ein volles Haus und die Teilnahme sowohl von Bürgermeistern, Amtsdirektoren und Vertretern von Kommunen, als auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern freuen. Unabhängig von der Parteizugehörigkeit.

Ist eine Kreisgebietsreform aus Ihrer Sicht unerlässlich?
Der demografische Wandel fordert in ganz Deutschland neue Überlegungen.
Gleichzeitig müssen gleichwertige Lebensverhältnisse gesichert werden. Einsparungen in der Verwaltung sind notwendig.

Haben Sie unter den bereits diskutierten Varianten für neue Kreiszuschnitte einen Favoriten?
Nein, was die Zuschnitte betrifft, bin ich offen. Wichtig ist, dass die Nähe zu den Bürgern bleibt. Weiter bestehende Anlaufpunkte oder mobile Verwaltungen sind da Stichworte.

Und was einen künftigen Kreissitz im Süden betrifft?
Er sollte aus allen Richtungen möglichst gut erreichbar sein.

Sie haben als Gesprächspartner Ihren Parteikollegen Stefan Ludwig eingeladen, der sich als Vorsitzender der vom Landtag eingesetzten Enquetekommission intensiv mit der Thematik beschäftigt hat?
Ich freue mich sehr, dass er in Finsterwalde seine Sicht und den derzeitigen Stand der Dinge darlegen und Fragen beantworten wird.

Mit Diana Bader sprach Gabi Böttcher.

Anmerkung: Die Eckpunkte für die in Brandenburg geplante Verwaltungs- und Kreisgebietsreform stehen. Wie die Staatskanzlei mitteilte, gehe es darin um Aufgaben der Kreisverwaltungen, den Zuschnitt der Kreise und die Zukunft der kreisfreien Städte sowie um eine Kommunalverfassungsreform.
Im Jahr 2020 könnten Aufgabenübertragungen vom Land an die Kreise wirksam werden. Stefan Ludwig dürfte also am heutigen Abend Brandneues im Gepäck haben.