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Das Familien- und Frauenbild der AfD – ein Sittengemälde aus dem 18. Jahrhundert

Von der 46. Sitzung des Landtages

Während meiner Rede am 18. Mai im Landtag (Quelle: rbb)
Während meiner Rede am 18. Mai im Landtag (Quelle: rbb)

Zur jüngsten Sitzung des Landtags hatte die AfD-Fraktion einen Antrag zum Thema „Familienförderung“ gestellt. Darin wird besonders die „normale mittelgroße Familie“ betont, die ausschließlich gefördert und unterstützt werden soll. „Aber was“, so fragte ich in meiner Rede dazu, „ist denn eine normale mittelgroße Familie?“ Ich verwies darauf, dass eine Familie alle Formen des privaten Zusammenlebens mit Kindern sowie von Eltern, Geschwistern und Großeltern umfasst.
„In einer Familie wird die Verantwortung bei der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen oder auch die Pflege und Betreuung von Angehörigen im familiären Umfeld ganz groß geschrieben. Und da ist es völlig egal, in welcher familiären Lebensform es gelebt wird! Denn Familie hat sich gewandelt. Nichteheliches Zusammenleben, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Scheidung sind nicht länger verpönt. Nein, sie sind Normalität!“
Dagegen vertritt die AfD offensichtlich ein rückwärtsgerichtetes Familien- und Frauenbild. Mühsam errungene Elemente der Gleichberechtigung von Mann und Frau sollen zurückgedrängt werden. Davon zeugt auch der Begriff „Familie“ im Grundsatz- und im Wahlprogramm der AfD zur Bundestagswahl. Aktionen wie der Equal-Pay-Day sowie die Quotenregelung für Frauen sollen abgeschafft, Familienpolitik von Bund und Ländern soll sich explizit an Familien orientieren, die aus Vater, Mutter und Kindern bestehen. Ich erinnerte daran, dass die AfD keine Anträge zur Familienförderung in der Beratung des Landeshaushaltes 2017/18 gestellt hatte.

Abschließend betonte ich in meiner Rede, dass unsere Politik eine andere ist. Stichpunkte dafür sind die Weiterentwicklung des Familien- und Kinderpolitischen Programms, die Fortschreibung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms oder auch der Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg. „DIE LINKE steht für ein inklusives und diverses Familienbild. Und deshalb lehnen wir den Antrag ab.“


Meine Tätigkeitsfelder

  • Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Mitglied im Petitionsausschuss
  • stellv. Mitglied im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport
  • stellv. Mitglied im Ausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
  • stellv. Mitglied des Landes-Kinder- und Jugendausschusses
  • Mitglied im Unterausschuss Hilfe zur Erziehung