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Internationaler Frauentag: Politische und ökonomische Gleichstellung weiter voranbringen

Während meiner Rede auf der 42. Sitzung des Landtages. Einen Mitschnitt der Rede sehen Sie bei Klick auf das Foto.
Während meiner Rede auf der 42. Sitzung des Landtages

Man konnte in der aktuellen Stunde des Landtages am 2.3.2017 den Eindruck gewinnen, dass dieses  Thema nur eines für das weibliche Geschlecht sei. Denn ausschließlich Frauen sprachen in der Debatte. Mein Schwerpunkt war: Was muss sich ändern, damit mehr Frauen die Chance haben, sich politisch und ehrenamtlich zu engagieren? Denn trotz aller Fortschritte auf dem Weg zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf durch bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Elternzeit und Elterngeld, sind viele Probleme noch ungelöst.

Die aktuelle OECD-Studie hat Deutschland Fortschritte auf dem Weg zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf attestiert – so können wir auf bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Krippe und Kita, Elternzeit und Elterngeld verweisen, als es noch vor wenigen Jahren zu erwarten war.

  1. Sie hat aber auch die bekannten Probleme aufgezeigt:
  2. Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer und das, obwohl Frauen zunehmend gut und häufig besser ausgebildet sind.
  3. Frauen arbeiten oft ungewollt in Teilzeit- und Minijobs, was zu geringerem Einkommen und unzureichender Altersvorsorge führt. In Brandenburg sind 76 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten Frauen. Und fast 40 Prozent von ihnen würde gern länger arbeiten. Deshalb ist es gut, dass Verdi in diesem Jahr die Existenzsicherung von Frauen zum Schwerpunkt der Gewerkschaftsaktionen zum 8. März gemacht hat.

Kindererziehung und -betreuung, die häusliche Pflege, ja Hausarbeit im Allgemeinen sind immer noch in erster Linie Frauensache, was immer wieder zu Problemen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf führt.

Wir wollen, dass Frauen und Männer gleiche Chancen im Leben haben – in den Städten genauso wie in den ländlichen Regionen - im persönlichen Bereich, in der Ausbildung, in der Karriere, in der Familie.
Wir setzen uns für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am sozialen, kulturellen und politischen Leben ein.
Grundvoraussetzung dafür ist ein existenzsicherndes Einkommen. Wir alle wissen, die Armutsgefährdung bei Frauen, insbesondere bei Alleinerziehenden, ist höher als bei Männern. Dieser geschlechtsbezogene Unterschied hat sich, trotz aller Verbesserungen, seit Jahren kaum verändert.

Zum Abschluss meiner Rede erinnerte ich an ein Zitat von Simone de Beauvoir: „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen - Sie bekommen nichts.“ Und daran muss sich endlich etwas ändern!




Meine Tätigkeitsfelder

  • Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Mitglied im Petitionsausschuss
  • stellv. Mitglied im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport
  • stellv. Mitglied im Ausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
  • stellv. Mitglied des Landes-Kinder- und Jugendausschusses
  • Mitglied im Unterausschuss Hilfe zur Erziehung