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21 % Lohnlücke sind 21 % zu viel!

Männer verdienen im Durchschnitt immer noch mehr als Frauen. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke beträgt in Deutschland gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn 21 Prozent. Dazu erklären die Sprecherin für Frauen- und Gleichstellungspolitik Diana Bader und der arbeitsmarktpolitische Sprecher Andreas Bernig:

Laut Statistischem Bundesamt betrugen die Bruttostundenlöhne der Frauen im Jahr 2017 16,59 Euro, während Männer auf 21 Euro kamen. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen quasi umsonst arbeiten. Das ist in diesem Jahr der 18.03.2019. Damit müssen Frauen 77 Tage im Jahr mehr arbeiten, um auf denselben Durchschnittslohn zu kommen wie ihre männlichen Kollegen.

„Das ist nicht länger hinnehmbar.“, so Diana Bader. „Mit dem Parité-Gesetz und dem gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm haben wir in Brandenburg zwar viel für die Gleichstellung der Frau getan, jedoch zeigt die Lohnlücke deutlich, dass wir noch lange nicht am Ziel sind. Selbst wenn sich die Lücke schließt, tut sie das zu langsam. Obwohl gleich viele Frauen studieren und sogar bessere Schulabschlüsse haben, verdienen sie weniger und arbeiten häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Diese Lücke wird sich nicht von selbst schließen. Hier ist die Politik auf Bundesebene in der Pflicht. Das Grundgesetz legt die Gleichberechtigung der Frau klar und eindeutig fest. Die Lohnlücke von 21 % zeigt aber einmal mehr, dass hier noch lange keine Gleichberechtigung besteht.“